Initialen #35

Mit ihrer Masterarbeit „Slow Reading – Der neue Lesetrend“ stellt Josefine Johanna Mohrhard geb. Krumpschmid die Initialen Nummer 35 und setzt damit die Reihe an herausragenden Abschlussarbeiten fort.

Hier stellen wir sie und ihre Arbeit vor.

Josefine_Krumpschmid

  • Josefine Johanna Mohrhard (geb. Krumpschmid)
  • *13.07.1989 (in Groß-Umstadt), 28 Jahre alt
  • BA in Buchwissenschaften und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, 2013 (Bachelorarbeitstitel: „In the ideal form of transmedia storytelling, each medium does what it does best“ – Transmedia Storytelling und das Medium Buch)
  • MA in Buchwissenschaften
  • Ich arbeite seit August 2016 als Projektmanagerin bei der Stiftung Lesen im Programmbereiche Jugend und Schule, davor war ich ca. 2 Jahre lang Aushilfe bei der Stiftung Lesen.
  • Ich wohne in Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg)
  • Ich interessiere mich für Literatur und Musik, ausgedehnte Waldspaziergänge und für nachhaltige und alternative Lebensweisen. Ich beobachte gerne neue Lesetrends, neue Medienformate, die Entwicklung der digitalen Medien und die Veränderung im Konsumverhalten.

Wo liegt der Schwerpunkt und das Forschungsinteresse deiner Arbeit? 

Meine Arbeit beschäftigt sich mit dem neuen Lesetrend „Slow Reading“. Der Schwerpunkt liegt auf der Heranführung an das bisher fast unbearbeitete Thema und ich wollte mit dieser Thesis aufzeigen, von was sich „Slow Reading“ ableitet, warum es gerade jetzt diesen Lesetrend gibt und woher das Bedürfnis nach Entschleunigung in allen Lebensbereichen rührt. Ich habe die unterschiedlichen Wurzeln dieses Trends herausgearbeitet, untersucht und in Verbindung zueinander gesetzt und konnte damit die Vielschichtigkeit dieser neuen Leseart die zusätzlich auf einem Lebenstrend basiert, herausarbeiten.

Meine Arbeit soll den Grundstock für weitere buchwissenschaftliche Untersuchungen legen, die u. a. die Möglichkeiten von „Slow Reading“ für den Buchmarkt, dessen Dauerhaftigkeit oder auch die Auswirkungen der digitalen Medien untersuchen.

Wie bist du auf dein Thema gekommen?

Ich hatte den Wunsch ein aktuelles Thema in meiner Masterarbeit zu bearbeiten und wollte auch gerne mein Interesse an Literatur und aktuellen Trends einbringen können. Meine Professorin Frau Schneider erzählte mir daraufhin von „Slow Reading“ und ermutigte mich, mich diesem aktuellen Thema anzunehmen. Eine erste Recherche und ein Einlesen in die Thematik genügte, um Begeisterung hervorzurufen.

Was möchtest du an deinem Thema herausstreichen?

Die Modernisierung und der industrielle Fortschritt setzten eine Beschleunigung in Gang, die nicht zu leugnen, noch weniger aufzuhalten ist. Bis heute spüren und erleben wir diese Veränderungen und die vergangenen Jahrzehnte fühlen sich nicht nur ganz subjektiv für die betroffenen Generationen an, als würde die allgemeine Geschwindigkeit in allen Lebensbereichen zunehmen. Auch objektiv betrachtet wächst das Lebenstempo nach wie vor und sorgt für ganz unterschiedliche Proteste, Befürwortungen, Herausforderungen und Probleme. Seit Beginn dieser Entwicklungen bilden sich als Reaktionen Entschleunigungsdiskurse mit unterschiedlichen Ansätzen und Zielvorstellungen. Es ist mehr als interessant zu untersuchen, wie sehr sich diese Ansätze und Ziele ähneln, obwohl sie sich auf ganz unterschiedliche Bereiche des Lebens beziehen. Das momentane Slow Movement hat unglaublich viele Ansätze, deckt damit zahlreiche Lebensbereiche ab und bedient die unterschiedlichsten Zielgruppen. „Slow Reading“ ist ein ganz besonderer Trend, der sich u. a. mit den sozialen und ideologischen Komponenten des Lesens beschäftigt und in eine Zeit des medialen Umbruchs fällt. Dadurch wird der Diskurs noch komplexer und interessanter.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit „Slow Reading“ erfordert und ermöglicht u. a. sozialanalytische, literaturwissenschaftliche, soziologische, buchwissenschaftliche, medienwissenschaftliche, historische und aktuelle Fragestellungen und ist deswegen nicht nur sehr spannend und vielseitig, sondern auch von großem aktuellen und sicherlich auch zukünftigen Interesse.

Gab es Momente im Schreibprozess, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Ich kann mich noch gut an die anfängliche Zeit des Schreibens erinnern, in der ich versuchte mit einem einfachen Thema einzusteigen, viele Seiten zu schreiben und somit meinen Rhythmus und Ton der Arbeit zu finden. Viele Aspekte dieser hinleitenden Seiten wurden später verändert, gekürzt, angepasst und umgeschrieben, aber sie halfen mir bei der Einarbeitung. Die sich anschließende Zeit war sehr viel anstrengender (das Überarbeiten und der Hauptteil der Arbeit). Trotzdem ist sie mir besonders positiv in Erinnerung geblieben. Als ich mich thematisch immer mehr dem Hauptteil meiner Arbeit näherte (und endlich die richtige Musik und Atmosphäre zum Schreiben fand – ein sehr verregneter und düsterer April) und sich mir Aspekte und neue Gedankenstränge auftaten, fand ich täglich größeren Gefallen an meinem Thema und am Schreiben und ich entwickelte eine große Leidenschaft für meine Erkenntnisse. Die Arbeit entwickelte eine eigene Dynamik und es erfolgten Strukturänderungen und neue Aspekte, die ich zu Beginn gar nicht vorgesehen hatte, die Thesis aber zu einer lebendigen Forschungsarbeit machten.

Was hast du für weitere Pläne?

Ich arbeite momentan bei der Stiftung Lesen und betreue ein umfangreiches bundesweites Projekt („Leseclubs“), bei dem ich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Buch- und Medienbranche zu tun habe und an dem ich auch in den kommenden Jahren federführend mitwirken möchte.

Ich würde außerdem gerne irgendwann in andere Länder umziehen und den internationalen Buchmarkt besser kennenlernen, in verschiedenen Institutionen mitwirken und so an ganz unterschiedlichen Aspekten des Buches und auch an dessen Veränderungen teilhaben. Anschließend möchten ich einen Bauernhof kaufen und diesen mit viel Leben füllen: mit mindestens vier Kindern, vielen Schafe, Kühen, Schweinen, Ponys und Hühnern. Und natürlich werde ich nicht müde davon zu träumen, mir dort ein Schreibzimmer einzurichten, indem ich endlich selbst ein paar Gedanken festhalten kann, die ich auf all den Reisen sammeln konnte.

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Unsere Neuzugänge

Im Verlagslabor wird schon seit Wochen fleißig auf die Veröffentlichung der neuen Initialen hingearbeitet. Aber was sind die neuen Abschlussarbeiten und wer hat sie geschrieben? Wir kennen die Antwort schon länger, aber jetzt seid ihr dran unsere neuen AutorInnen kennenzulernen!

Wir haben ihnen mal auf den Zahn gefühlt und Fragen über ihre Person, Arbeit und den Schreibprozess gestellt. In den nächsten Blogbeiträgen stellen wir sie euch vor. Also bleibt dran, um mehr zu erfahren!

Hallo Lektorat!

Komma zu viel, Zahlendreher, Rechtschreibfehler – wir alle haben schon einmal Fehler gemacht. Damit diese Probleme in unseren Büchern nicht auftreten, lesen sich die verschiedenen Gruppen des Lektorats unsere Texte immer ganz genau durch. Neben Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern nimmt das Lektorat auch kleine Änderungen am Text in Absprache mit den AutorInnen vor.

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Sehr wichtig ist die enge Zusammenarbeit und der direkte Austausch mit den AutorInnen. Jeder Titel wird von zwei bis drei Mitgliedern des Teams betreut. Für die AutorInnen ist das Lektorat unmittelbarer Ansprechpartner und auch die anderen Teams des Verlagslabors wenden sich bei Fragen über Titel und AutorInnen an das Lektorat.

Neben der Korrektur der Texte arbeitet das Lektorat eng mit dem Marketing zusammen. Hier werden Informationen und Anfragen mit den AutorInnen ausgetauscht, Kurztexte für den Flyer erstellt und die Beteiligung an der Releaseparty abgeklärt. Mit der Herstellung erfolgt die Übergabe der korrigierten Texte, es müssen Klappentexte geschrieben und die Titel kalkuliert werden.

Neben dem sicheren Umgang mit Satzzeichen und Rechtschreibung merkt man schnell, dass Kommunikation ein wichtiger Faktor der Lektorenarbeit ist. Das Lektorat spielt eine essentielle Rolle im reibungslosen Ablauf des Verlagslabors und ihm kommt eine wichtige Vermittlerrolle zu.

Die Herstellung stellt sich vor

Ohne die Herstellung könnte niemand von uns ein Buch der Initialen-Reihe in den Händen halten. Das Team Herstellung im Verlagslabor kümmert sich um die Layoutgestaltung und den ordentlichen Satz der Druckvorlagen für jeden einzelnen Titel.

Herstellung

Das Team Herstellung bei der Arbeit

Neben dem Layout ist die Umschlaggestaltung ein wichtiger Aspekt der Herstellungsarbeit. Hier muss ebenfalls auf den richtigen Satz der wichtigsten Inhalte, wie bspw. Titel oder Klappentext, geachtet werden. Insbesondere im Hinblick auf den Klappentext und die finale Korrektur der Vorlage ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Lektorat unerlässlich.

Wenn die Druckvorlage und der Umschlag fertig erstellt wurden und in den Druck gegeben werden, werden in einem letzten Schritt die eBook-Formate (PDF und EPUB) konfiguriert. Neben all diesen technischen Aspekten beschäftigt sich die Herstellung, in Zusammenarbeit mit dem Lektorat, außerdem mit der Kalkulation der neuen Initialen-Titel.

Die Arbeit in der Herstellung trägt einen wichtigen Anteil am Erfolg des Verlagslabors und der Initialen-Reihe. Dafür nimmt das Team auch viele Stunden im DTP-Studio auf sich. Wir freuen uns schon auf das Endergebnis!

Startschuss für die neuen Initialen

Auch dieses Semester geht die Initialen-Reihe und somit das Verlagslabor wieder in eine neue Runde!

Wir freuen uns schon darauf euch in den nächsten Wochen in diesem Blog die vier neuen AutorInnen und ihre Arbeiten vorzustellen. Außerdem bekommt ihr exklusive Einblicke in unsere Arbeit im Verlagslabor. Über unseren neuen Instagram-Account (initialen_dasverlagslabor) seid ihr noch näher am Geschehen und über Facebook erhaltet ihr alle wichtigen Nachrichten und bleibt auf dem Laufenden.

Und damit ihr auch wisst wer euch in Zukunft über alles informiert, möchten wir euch nun das Team Marketing vorstellen:

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Cara und ich sind verantwortlich, dass ihr auf unseren Social-Media-Kanälen auch alle wichtigen und richtigen Informationen erhaltet, ihr Einblicke in unsere Arbeit bekommt und die neuen AutorInnen vorgestellt werden. Neben der Erstellung von Beiträgen ist es auch wichtig gut organisiert zu sein, um alle Inhalte, Bilder usw. rechtzeitig parat zu haben.

Die Werbemittel und alles drumherum werden von Alexandra, Andrea und Vivien erstellt. Darunter fällt die Gestaltung aller für dieses Semester von uns vorgesehenen Werbemittel, z. B. Flyer und Poster. Dafür verbringen die drei viel Zeit mit InDesign und sorgen dafür, dass wir euch auch physisch über unser Projekt und alles Wichtige informieren können.

Folgt uns auch auf Facebook und Instagram und erscheint zahlreich auf der Releaseparty für die neuen Titel am 6. Februar 2018. Wir freuen uns auf euch!