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Während die typografische Gestaltung in der Werbung positive Emotionen wecken soll, kann mit bestimmten Schriften auch etwas Negatives verbunden werden – so wie die Fraktur mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird. Die Buchwissenschaftlerin Sarah Lisa Wierich beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Verwendung der Frakturschrift im Nationalsozialismus.

Das Image der Frakturschrift ist heute stark beeinträchtigt, da sie zusammen mit der nationalsozialistischen Symbolik entscheidend zum Erscheinungsbild des „Dritten Reichs“ beigetragen hat. Daher scheint eine Instrumentalisierung in der NS-Zeit nahe zu liegen. Bei näherer Analyse stellt sich die nationalsozialistische Schriftpolitik jedoch weit weniger geordnet und reglementiert dar, als in einem totalitären Systems zu erwarten wäre. Obwohl die Nationalsozialisten die Fraktur zunächst intensiv für ihre Propaganda nutzten, wurde sie 1941 auf Hitlers Befehl hin verboten.

Anhand ausgewählter Plakate diskutiert Sarah Lisa Wierich deshalb, ob die Fraktur in der Nazipropaganda gezielt eingesetzt wurde oder ob sich ihre Verwendung eher als eine Zeiterscheinung bewerten lässt. Wierichs Arbeit bietet einen Einblick in ein unbekannteres Kapitel des Nationalsozialismus und liefert einen ersten Beitrag zu einer weiteren wünschenswerten Auseinandersetzung mit der Schriftpolitik in totalitären Systemen.

Link zum E-Book: http://www.grin.com/de/e-book/230053/typografie-im-nationalsozialismus

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